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Rechtzeitig erkennen - und handeln

Heute gibt es verschiedene Arten der Krebs-Vorsorge – wer sie wahrnimmt, hat gute Chancen, einen Ausbruch zu verhindern

Krebs gehört in unseren Breitengraden nebst Herz-Kreislauf-Problemen zu den häufigsten Krankheiten mit Todesfolge. Gemäss Statistik der «Vereinigung Schweizerisches Krebsregister» sterben Männer am meisten an Lungen-, Prostata- und Dickdarmkrebs. Bei den Frauen führt Brust- sowie ebenfalls Lungen- und Dickdarmkrebs am häufigsten zum Tod.

«Häufig wäre Krebs vermeidbar»
«Über die Hälfte der Krebserkrankungen könnten jedoch vermieden werden», betont Michael Kurrer, Chefarzt der Pathologie am Kantonsspital Aarau. Dies unter anderem durch den Verzicht auf Rauchen, durch einen vernünftigem Umgang mit dem Sonnenlicht, ein normales Körpergewicht sowie eine ausgewogene Ernährung. Und, ganz wichtig: «Durch eine sinnvolle und regelmässige Vorsorge-Untersuchung.»

In Sachen Früherkennung hat die Medizin in den letzten Jahren grosse Fortschritte gemacht. Aktuellstes Beispiel ist die kürzlich veröffentlichte Prostatakrebs-Studie, an der das KSA für die Schweiz beteiligt war. Das Resultat: Der regelmässige Check von Männern zwischen 55 und 69 Jahren, die für Prostatakrebs genetisch vorbelastet sind, führte zu einer signifikanten Steigerung der Früherkennung von Tumoren in noch heilbarem Stadium. Oder anders gesagt: «Man hat so Männer herausgefischt, die ohne Behandlung gestorben wären», so Kurrer.

Handeln, bevor Ableger gebildet
Ein anderes Beispiel ist der durch HPV-Viren verursachte Gebärmutterhalskrebs. Mit der neuen Impfung lassen sich bereits 75 Prozent der Krebse verhindern. «Nehmen Frauen den jährlichen Kontroll-Untersuch beim Frauenarzt wahr, kann man auch bei den anderen Krebsen bereits in einem frühen Stadium handeln - bevor sich der Krebs voll gebildet oder Ableger im ganzen Körper verteilt hat», erklärt Michael Kurrer.

Ähnlich verhalte es sich mit der Brustkrebsfrüherkennung durch die Mammographie. Und bereits eine Darmspiegelung im Alter von zwischen 40 und 50 Jahren könne helfen, das Risiko für Dickdarmkrebs abzuschätzen. Kurrer: «Dabei entnimmt der Gastroenterologe bei der Spiegelung kleine Biopsien von Polypen, und der Pathologe kann unter dem Mikroskop und mit molekularen Untersuchungen erkennen, ob es sich bereits um Krebsvorstufen handelt. So kann eine sinnvolle Vorsorge geplant werden.»

 

Quelle: Gesundheit Aargau

Letztes Update: 22.10.09, 10:26 Uhr

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