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«Nicht genügend Jobs»

Die anstehende 6. IV-Revision sieht vor, bis in sechs Jahren 12 500 Renten zu streichen. Das bereitet dem Verein anker Sorgen.

Menschen mit einer Behinderung so weit als möglich ins Erwerbsleben integrieren und das Defizit der Invalidenversicherung bis ins Jahr 2018 halbieren: So lauten die zwei zentralen Ziele der 6. IV-Revision, die 2012 in Kraft treten soll.

«BEHINDERTE MENSCHEN im Arbeitsprozess zu integrieren, ist grundsätzlich auch unser Ziel», sagt dazu Doris Benker. Der Verein anker befürchte allerdings, dass – nicht zuletzt durch die aktuelle Wirtschaftslage bedingt – bei weitem nicht genügend passende Arbeitsplätze vorhanden seien. «Immerhin rechnet der Bundesrat damit, dass innerhalb von sechs Jahren 12 500 Renten nicht mehr benötigt werden.» Das heisse konkret, dass man neue Arbeitsplätze schaffen und Arbeitgeber entsprechend sensibilisieren müsse: «Psychisch Kranke müssen mit wenig Leistungsdruck einsteigen können und brauchen Betreuung», so Benker. Nicht zuletzt im Hinblick auf die 6. IV-Revision plant der Verein anker darum, das Angebot des ArbeitsCoaches auszubauen und eine zusätzliche Coaching- Stelle zu schaffen.

AUCH Behindertenverbände und andere Organisationen sehen grosse Herausforderungen auf sich zukommen: Etwa, was die Überprüfung von Renten von Menschen mit Schmerzstörungen, Fibromyalgie und ähnlichen Krankheitsbildern betrifft. «Die Revision wird Ängste und Widerstände auslösen», so der Tenor. Es müsse streng, aber fair vorgegangen werden – und natürlich sollte keine Verlagerung zu anderen Versicherungen stattfinden. Doris Benker: «Die Psychiatrie muss noch stärker vernetzt und die Zusammenarbeit mit den Sozialversicherungen ausgebaut werden.»

Quelle: Gesundheit Aargau

Letztes Update: 11.08.10, 10:31 Uhr

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