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Krebs - oder doch nicht?
Rahel Kubik, Chefärztin Radiologie am KSB, hat aufgezeigt, warum bei Frauen mit Verdacht auf Eierstockkrebs ein MRI sinnvoll ist.
Eine Operation ist immer eine Belastung – für Körper und Psyche. Professorin Rahel Kubik streitet das nicht ab. Sie sagt: «Wenn man jedoch im Voraus weiss, dass es sich um eine gutartige Veränderung handelt, kann man als Patientin doch etwas gelassener an die Sache herangehen.» Worum gehts? Um das Ovarialkarzinom, Eierstockkrebs, die – nach Gebärmutter- und Gebärmutterhalskrebs – dritthäufigste Krebserkrankung der Frau in der westlichen Welt.
Veränderungen der Eierstöcke werden oft mittels Ultraschall im Rahmen der gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung entdeckt. «Nur aufgrund des Ultraschalls ist jedoch oft nicht klar ersichtlich, ob es sich um eine gut- oder eine bösartige Veränderung handelt», erklärt Rahel Kubik. So könne etwa ein «gestieltes Uterusmyom», eine Zyste oder auch eine gutartige Neubildung der Eierstöcke einen bösartigen Tumor vortäuschen. Klarheit erhielten Arzt und Patientin bisher immer erst durch die Operation. Eine Operation, die – im Falle einer gutartigen Veränderung – eben vielleicht gar nicht nötig wäre.
«Ziel unserer Studie war es, herauszufinden, wie sich der Einsatz der Magnetresonanztomographie auf den Entscheidungsprozess des Arztes und nicht zuletzt auf die Gesundheitskosten auswirkt », erklärt Rahel Kubik. Denn: Die Magnetresonanztomographie gilt heute als beste bildgebende Methode, um mittels Ultraschall entdeckte Veränderungen der Eierstöcke genauer zu beurteilen. Konkret haben Kubik und ihr Team in enger Zusammenarbeit mit den Gynäkologen des KSB 38 Frauen mit unklarem sonographischem Befund im Bereich der Eierstöcke, bei denen eine operative Abklärung geplant war, in die Studie eingeschlossen.
Das Resultat lässt aufhorchen: «Bei 5 Frauen konnte auf die Operation verzichtet werden; bei 16 weiteren Patientinnen war der Eingriff zwar nötig, doch konnte man dank dem MRI wichtige Infos für die Operationsplanung und zur Krebswahrscheinlichkeit erhalten», erklärt Rahel Kubik, die mit ihrem Team die Ergebnisse dieser Studie kürzlich in der radiologischen Fachzeitschrift «European Radiology» veröffentlicht hat.
Quelle: Gesundheit Aargau
Letztes Update: 03.01.12, 11:17 Uhr





