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Gemeinsam gegen Krebs

Die Rolle der Pathologie in der interdisziplinären Behandlung am Beispiel des Brustzentrums des Kantonsspitals Baden

Seit 2009 existiert am Kantonsspital Baden ein zertifiziertes Brustzentrum für die Behandlung von Bruskrebspatientinnen. Ein hoch spezialisiertes, interdisziplinäres Team kümmert sich dabei um sämtliche diagnostische, therapeutische, pflegerische wie auch psychologische Aspekte der betroffenen Patientinnen.

DAS BRUSTZENTRUM des KSB ist dabei der höchstmöglichen Qualität in der Diagnostik und Behandlung aller Brusterkrankungen verpflichtet. Diese wird gesichert durch ein hohes Mass an Kompetenz, einer zentralen Dokumentation und der Teilnahme an klinischen Studien. Die Rolle der Pathologie im Rahmen des Brustzentrums ist vielfältig und entscheidend in der Therapieplanung und Therapiequalität. So ist die Pathologie Mitglied im Leitungsgremium und als Kooperationspartner für die Behandlung von Brustkrebspatientinnen zertifiziert.

DIE HAUPTAUFGABE des Pathologen im Rahmen des Brustzentrums besteht in der Beurteilung der präoperativen Biopsien von Patientinnen, also der Sicherung der Diagnose noch vor der Operation. Bei den präoperativen Biopsien handelt es sich um Gewebestanzbiopsien, die nach der bildgeberischen Darstellung eines Tumors (Mammographie, MRI) durch den Radiologen oder Gynäkologen entnommen werden.

Der Pathologe bestimmt danach zunächst den histologischen Typ und Kerngrad des Tumors, die bereits vor der Operation wichtige Informationen über die Bösartigkeit liefern. Später erfolgen am Operationspräparat die Festlegung des Stadiums der Tumorerkrankung (Ausdehnung des Tumors und allfällige Tumorableger in Lymphknoten) sowie die Immunhistochemie für Hormonrezeptoren und molekularpathologische Untersuchungen wie die «Fish»-Analyse (siehe Interview oben). Diese geben Aufschluss darüber, ob der Tumor mit antihormonellen Therapien oder mit einer Antikörper- Therapie behandelt werden kann. Kurz gesagt gilt, dass ohne die Untersuchung von Gewebebiopsien durch den Facharzt für Pathologie keine Krebsbehandlung möglich ist.

Autor: Gad Singer

Quelle: Gesundheit Aargau

Letztes Update: 18.11.09, 09:05 Uhr

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