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Depression als häufigster Grund

Fakten zum «ArbeitsCoach»: Bereits nach neun Monaten wurde das Projekt mit einem Qualitätslabel ausgezeichnet

GRUNDLAGE «Arbeit hat für die meisten Menschen einen zentralen Stellenwert im Leben. Viele definieren sich über die Arbeit, viele soziale Kontakte laufen über die Arbeit; Arbeit ist Quelle für Anerkennung und Selbstwertgefühl. Der Verlust der Arbeitsstelle ist deshalb mehr als der Verlust des regelmässigen Einkommens», sagt Urs Hepp, Chefarzt des Externen Psychiatrischen Dienstes (EPD).

ZIEL Der «ArbeitsCoach» begleitet, betreut und unterstützt psychisch Kranke und deren Arbeitgeber nach dem Modell «Supported Employment». Das heisst, die Rehabilitation erfolgt schnellstmöglich am Arbeitsplatz im normalen Arbeitsmarkt.

QUALITÄTSLABEL Nach neun Monaten Laufzeit wurde das Projekt mit dem Label «Committed to excellence» der «European Foundation for Business Excellence» (EFQM) ausgezeichnet.

NACHFRAGE Im ersten Jahr wurde der «ArbeitsCoach» rund 200-mal kontaktiert. Die Hälfte der Anfragen führte zu einer Anmeldung; 47 wurden ins Coaching aufgenommen. 9 Mandate kamen zum Abschluss: 3 Klienten konnten erfolgreich im Arbeitsmarkt integriert werden; 2 übernahm der «Case Manager» einer Krankentaggeldversicherung; bei 4 Klienten gab es einen Abbruch zu verzeichnen.

KLIENTEN Es gelangten mehrheitlich Männer an den «ArbeitsCoach» (zwei Drittel); dabei war die Altersgruppe der 30- bis 40-jährigen am stärksten vertreten. Personen mit absolvierter Bezirksschule
meldeten sich deutlich weniger als solche mit Real- oder Sek-Abschluss.

KLINISCHE MERKMALE Die Haupt-Diagnosen lauten Depression, Schizophrenie, Posttraumatische
Belastungs- und Persönlichkeitsstörung.

ERFOLG Die Arbeitsplatzerhaltungsquote belief sich auf 80 Prozent, die Integrationsquote auf 17 Prozent. «Die Integration von Menschen, die bereits länger nicht mehr im Arbeitsprozess stehen, kann nur in Zusammenhang mit den entsprechenden Institutionen und der Invalidenversicherung erfolgreich gestaltet werden», sagt Bernhard Dubs. Oberste Priorität habe deshalb die Arbeitsplatzerhaltung.

TRÄGER Bernhard Dubs ist bei der PDAG angestellt; der Verein für psychisch Kranke, Anker, leistet für die ersten beiden Jahre die Defizitgarantie. Das Defizit des ersten Jahres beläuft sich auf rund 30000 Franken.

Quelle: Gesundheit Aargau

Letztes Update: 22.10.09, 10:34 Uhr

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